Was die Schwaebische Zeitung über Frau Frick schreibt

Lokales vom 22. August 2014                                                                              Von Babette Caesar


Schwarz-weiß Fotografie eines kleinen Hundes im Gegenlicht am Lago Maggiore.

Christine Frick Ravensburg sz

 

Hunde gehören zu den bevorzugten Motiven, die sich die Ravensburgerin Christine Frick vor die Kameralinse holt. Ganz besonders ihr Rehpinscher „Mickey“ darf sich als Modell bewähren, was zum Thema Tierfotografie keine einfache Sache darstellt. Zur Fotografie ist Christine Frick vor fünf Jahren autodidaktisch gekommen. In dieser Zeit hat sie sich ein solch hohes Wissen und Können angeeignet, dass eine Reihe von Aufnahmen bei namhaften Fotowettbewerben ausgezeichnet wurde.

Acht Jahre alt ist ihr kleiner Pinscher mit dem kurzen rehbraunen Fell und den dunklen hellwachen Augen. Mickey ist Christine Frick im Tierheim begegnet, wo sofort klar war, den oder keinen. Was ihm bei einem Treffen besonders behagt, ist seine Reisetasche, in die er sich hineinkuschelt.

Viel Geduld und viele Leckerlis
Heißt es dann aber auf zum Fotoshooting, ist der aktive Kerl ganz auf sein Frauchen fixiert und erfüllt fast alle Wünsche, sich ins rechte Licht zu setzen. Aber nur fast, denn Tierfotografie erfordert viel Geduld und ebenso viele Leckerlis, bis der Vierbeiner bereit ist, in einer bestimmten Position für einige Sekunden auszuharren. Mit dem Bild „Sonnengruß“, das ihren Hund als dunkle Silhouette auf einem Holzsteg vor Bergkulisse zeigt, ist ihr ein absoluter Treffer gelungen. Das Foto wurde im Sommer 2013 im Naturhistorischen Museum in Basel ausgestellt. 450 Einsendungen seien es für den Fotowettbewerb mit den Kategorien Landschaften, Kinder und Tiermotive insgesamt gewesen. Unter den 30 ausgewählten Bildern mit Tieren ist eines davon der „Sonnengruß“. Lange dunkle Schatten legen sich vorn auf die Holzplanken, hervorgerufen durch Mickeys spontane Dehnübung, die einer Brücke gleicht und nicht umsonst sofort Assoziationen an eine Yoga-Übung auslöst.

Christine Frick, die beruflich als Religionslehrerin an der Grundschule Kuppelnau und an einer Sonderschule für geistig Behinderte unterrichtet, hat früher mit Videokameras gearbeitet. Als ihr diese zu schnelllebig erschienen, wechselte sie zur Fotografie. „Lieber konzentriere ich mich auf ein Motiv“, sagt sie und schätzt dabei die stille Fotografie. Aus einschlägigen aktuellen Fotocommunities heißt es beispielsweise, dass ihre erfrischende Hundefotografie an die wunderschönen und ironischen Hundebilder des amerikanischen Fotografen Elliott Erwitt anknüpfe und sie damit die ausgetrampelten Pfade einer längst im süßlich-niedlichen Klischee erstarrten Haustierfotografie weit hinter sich lasse.

Aber es ist nicht nur der Hund, sondern auch das Kind, das als Model fungiert. In dem Falle ihr Enkelkind, das sie beim Sprung ins Wasser von unten her aufgenommen hat, sodass die kleinen Füße jetzt überdimensioniert im Fokus stehen. Das Bild „Splash!“ kam im Juni beim Chip-Foto-Video-Galerie-Wettbewerb „Neue Perspektiven“ auf den zweiten Platz.

Dass Fricks Fotografie auch andernorts zum Einsatz gelangt, beweist ihr Engagement für die Vesperkirche Ravensburg 2014. „Ich bin glücklich, wenn …“ titelt die Broschüre, die ausgestattet ist mit ihren Bildern. Neugierig, was glücklich macht, haben Schülerinnen und Schüler der Grundschule Kuppelnau und der Martinusschule in der Vesperkirche Menschen jeden Alters danach gefragt. Die Antworten finden sich neben den Fotografien. Christine Frick selbst ist glücklich, wenn sie mit der Kamera gelungene Momente einfangen und den Menschen präsentieren kann.

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